International-Photo.de

 

Back

 

Foto des Monats

November 2009

Krokodil

Das ist ein Krokodil aus Gambia in freier Wildbahn. Es wurde von mir im November 2000 mit der Nikon F90X und dem  Micro- Nikkor AF 2.8/105mm und entfesseltem Blitz (SB28) auf Kodak- Elite- Crome Extra Colour 100 aufgenommen.

Krokodile, Panzerechsen, Ordnung der Reptilien, zu denen die Alligatoren, Kaimane, Gaviale und Echten Krokodile gehören.

Die ersten Panzerechsen tauchten vor rund 200 Millionen Jahren auf und lebten ursprünglich an Land. Daraus entwickelten sich schon bald wasserlebende und amphibische Formen. Die heute lebenden Arten der Ordnung Crocodylia kommen weltweit in Gewässernähe tropischer und subtropischer Gebiete vor. Sie verbringen die meiste Zeit im Wasser, wo sie sich durch seitliche Schlängelbewegungen ihres kräftigen Ruderschwanzes schwimmend fortbewegen.

Panzerechsen sind an eine räuberische Lebensweise angepasst und besitzen nur wenige natürliche Feinde. Verknöcherte Hornplatten bilden einen Hautknochenpanzer. Etwa 30 bis 40 Zähne sitzen in tiefen Höhlungen im Kieferknochen und sind bei geschlossenem Maul fest miteinander verzahnt. Bei den Echten Krokodilen ragt bei geschlossenem Maul auf jeder Seite der vierte Unterkieferzahn hervor. Im Gegensatz dazu sind diese Zähne bei Alligatoren nicht sichtbar. Mit den Zähnen wird die Beute ergriffen und festgehalten. Im Wasser treibend sind oft nur die vorstehenden Nasenlöcher, Augen und Teile des Rückens sichtbar. Panzerechsen sind stimmbegabte Reptilien. Sie erzeugen vor allem während der Paarungszeit zischende, brüllende oder bellende Laute. An Land bewegen sich die Panzerechsen auf dem Bauch kriechend fort, doch können sie auch hochbeinig laufen.

Krokodile stehen systematisch den Vögeln nahe. Sie besitzen ein vierkammeriges Herz und gut entwickelte Sinnesorgane. Als wechselwarme Reptilien ist ihre Körpertemperatur von derjenigen der Umgebung abhängig. Um ungünstige Jahres- oder Tageszeiten zu überdauern, graben sie sich in Schlamm ein. In warmen Regionen legen Krokodile während Trockenperioden eine Ruhepause ein, in kälteren Regionen verfallen sie im Winter in einen Ruhezustand.

Panzerechsen sind Eier legende, ovipare, Reptilien, die etwa in einem Alter von zehn Jahren geschlechtsreif werden. Die Weibchen vergraben 20 bis 90 weiße, gänseeigroße Eier im Sand, Schlamm oder in einem Nisthügel aus Pflanzen. Danach verlassen die Tiere das Gelege und lassen die Eier durch die Wärme der Sonne oder Wärmeproduktion faulender Pflanzen ausbrüten. Die Weibchen mancher Arten bewachen das Gelege während der gesamten Brutdauer.

Echte Krokodile

Einige Arten aus der Familie der Echten Krokodile sind die größten lebenden Reptilien. Echte Krokodile sind in der Regel an ihrer langgezogenen, dreieckigen Schnauze zu erkennen, die sich von den langen, schmalen Schnauzen der Gaviale und den kurzen, ovalen Schnauzen der Alligatoren unterscheidet. Das Leistenkrokodil ist vermutlich das größte heute lebende Kriechtier. Es erreicht eine Länge von sieben Metern und wiegt über 1 000 Kilogramm. Diese Art bewohnt die Küstengewässer von Indien, Südchina, Malaysia und Australien. Eine kleinere Art, das Sumpfkrokodil, lebt in Binnengewässern Indiens und Sri Lankas. Das afrikanische Nilkrokodil ist wegen starker Bejagung in weiten Teilen seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets ausgerottet. Am unteren Nil leben nur noch wenige Tiere. Im oberen Nil und südwärts bis zum Kap der Guten Hoffnung kommen Nilkrokodile noch relativ häufig vor. In der Neuen Welt leben vier Krokodilarten. Das Rautenkrokodil ist auf Kuba und die Insel Isla de la Juventud beschränkt. Es besitzt eine relativ kurze Schnauze und erreicht eine Länge von dreieinhalb Metern. Das etwa gleichgroße Beulenkrokodil kommt entlang der Küstenebene des Mexikanischen Golfes, auf der südmexikanischen Halbinsel Yucatan sowie in Belize und im Norden Guatemalas vor. Das Verbreitungsgebiet des sechs Meter langen Orinoko-Krokodils erstreckt sich auf das Entwässerungsgebiet des Flusssystems des Orinokos. Das Spitzkrokodil, die größte neuweltliche Art, erreicht sieben Meter Länge und bewohnt ein ausgedehntes Gebiet vom Süden Floridas bis zum Norden Südamerikas, einschließlich der Antillen.

In einigen Teilen der Welt werden Krokodileier gegessen. Die Haut findet bei der Ledergewinnung Verwendung. Ein Extrakt aus den Moschusdrüsen wird zur Herstellung von Parfüms genutzt. Aufgrund von Bejagung gelten die meisten Arten der Echten Krokodile, darunter das Spitzkrokodil und das Nilkrokodil, als gefährdete Arten. In Australien wurde die Jagd auf Krokodile 1997 nach 25-jähriger Pause wieder zugelassen, da sich die Tiere im Norden des Landes deutlich vermehrt haben: In den küstennahen Flüssen leben mindestens 75 000 Krokodile.

Systematische Einordnung: Krokodile bilden die Ordnung Crocodylia. Die Echten Krokodile bilden die Familie Crocodylidae und umfassen die drei Gattungen Crocodylus, Osteolamus und Tomistoma. Das Leistenkrokodil heißt wissenschaftlich Crocodylus porosus, das Sumpfkrokodil Crocodylus palustris und das Nilkrokodil Crocodylus niloticus. Der wissenschaftliche Name des Rautenkrokodils lautet Crocodylus rhombifer, der des Beulenkrokodils Crocodylus moreletii und der des Orinoko-Krokodils Crocodylus intermedius. Das Spitzkrokodil trägt den wissenschaftlichen Namen Crocodylus acutus.

Back