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Foto des Monats

Oktober 2009

Kolibri

Das ist ein Kolibri aus Costa Rica in freier Wildbahn, den ich im Februar 1997 mit der Nikon F90X und dem  Nikkor 4.0 -5.6/70-210mm plus 2 fach- Telekonverter und aufgestecktem Blitz(SB28) auf Kodak- Elite- Crome 50 aufgenommen habe.

Kolibris, Familie der Seglerartigen mit mehr als 300 Arten kleiner, in Süd-, Mittel- und Nordamerika verbreiteter Vögel, die mit den äußerlich überhaupt nicht ähnlichen Seglern verwandt sind. Männchen und Weibchen sind voneinander oft so verschieden, dass man sie früher bei manchen Arten verschiedenen Spezies zuordnete. Die winzigen Füße sind nur zum Festhalten an Zweigen, nicht zum Laufen geeignet. Zur Familie der Kolibris gehört der kleinste Vogel überhaupt. Viele Arten haben eine Gesamtlänge von weniger als acht Zentimetern. Die kleinste Art ist die zwei Gramm schwere kubanische Bienenelfe, deren Männchen mit 5,5 Zentimetern etwas kleiner sind als die Weibchen. Trotz ihrer geringen Größe verteidigen die Männchen dieser Art – ebenso wie viele andere Kolibris – ihr Revier mit größtem Nachdruck.

Kolibris sind schnelle Flieger. Ihr Flügelschlag ist so stark, dass ein summender Ton produziert wird (ihr englischer Name hummingbird bedeutet Summvogel). Kolibris ernähren sich von Blütennektar und kleinen Insekten, die sie in den Blüten finden. Während sie mit ihrer langen, weit vorstreckbaren Zunge Nahrung aufnehmen, schweben sie vor der Blüte. Um sich von dieser fortzubewegen, müssen Kolibris rückwärts fliegen. Sie sind die einzigen Vögel, die dazu in der Lage sind. Die schmalen Schnäbel der Kolibris sind verschieden groß und unterschiedlich stark gekrümmt – abhängig ist dies davon, wie groß und von welcher Form die Blüten sind, auf die sich die jeweilige Art spezialisiert hat. In der Alten Welt werden Kolibris in ökologischer Hinsicht von den (nicht mit ihnen verwandten) Nektarvögeln vertreten.

Die meisten Kolibris haben buntes, in der Regel metallisch grün schimmerndes Gefieder. Die Kehle ist oft glänzend rot, blau oder smaragdgrün, in der Regel aber nur bei den Männchen. Die schillernden Farben werden nicht vorrangig durch Pigmente, sondern durch den Federbau in Verbindung mit Lichtreflexionen erzeugt (Strukturfarben). Bei den Schattenkolibris ist das Gefieder allerdings hauptsächlich braun und glänzt nicht. Schattenkolibris unterscheiden sich auch insofern von anderen Kolibris, als sie lange Hängenester bauen, die oft an großen Blättern festgemacht werden. Die meisten Kolibris bauen auf Zweigen kleine, tassenförmige Nester, die sie außen mit Flechten, Spinnennetzen und kleinen Rindenstückchen verkleiden. Sie legen zwei weiße Eier, die nur das Weibchen bebrütet.

Kolibris sind über ganz Amerika verbreitet, von der Tierra del Fuego an der Südspitze Südamerikas bis fast hinauf zum nördlichen Polarkreis; in kalten Regionen können Kolibris eine Art Kälteschlaf annehmen. Die meisten Arten bewohnen jedoch das tropische Südamerika. In den Vereinigten Staaten sind rund zwei Dutzend Arten nachgewiesen, und von diesen nistet nur der rund zehn Zentimeter große Rubinkehlkolibri östlich des Mississippi. Er ist für seine Langstreckenwanderungen bekannt: Jedes Jahr fliegt er ohne Unterbrechung über den Golf von Mexiko, eine Entfernung von mindestens 800 Kilometern. Das ausgewachsene Männchen ist oben metallisch grün, die Kehle ist rot, die Brust weiß, der Bauch ist grau mit grüner Zeichnung an den Seiten. Das Weibchen ist insgesamt nicht so farbig, ihm fehlt auch der rote Fleck an der Kehle. Ein weiterer in den Vereinigten Staaten häufiger Kolibri ist der Fuchskolibri, der zwischen Alaska und Südkalifornien vorkommt, hin und wieder auch im Osten der USA.

Systematische Einordnung: Kolibris bilden die Familie Trochilidae der Ordnung Apodiformes. Die Bienenelfe wird wissenschaftlich als Mellisuga helenae bezeichnet, der Rubinkehlkolobri als Archilochus colubris und der Fuchskolibri als Selasphorus rufus.

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